Was tun wenn der Schuh drückt?
Nicht immer hilft der Kauf neuer Schuhe. Wenn Einlagen und Schuhzurichtungen nicht mehr ausreichen, dann gibt’s noch immer eine Reihe orthopädisch-chirurgischer Möglichkeiten.


Ein häufiges vor allem Frauen betreffendes Leiden ist die fehlgestellte Großzehe „Hallux valgus“ genannt. Der dabei entstehende sogenannte „Frostballen“, ein vorspringendes erstes Mittelfußköpfchen, kann das Gehen und Tragen so mancher Schuhe schmerzhaft machen. Gegen dieses Leiden gibt es bereits standardisierte Operationsmethoden. Der erste Mittelfußknochen muss wieder geradegestellt werden. Die Knochenheilung dauerst ca. 4-5 Wochen solange ist ein Entlastungsschuh zu tragen. Belohnt wird die Mühe aber durch eine wieder gerade stehende Zehe und ein Gehen ohne Schmerzen. Ähnlich wird auch bei anderen Vorfußbeschwerden, wie schmerzenden Hammerzehen und Spreizfüßen vorgegangen: Der deformierte Knochen wird in die korrekte Stellung gebracht. Moderne Titanimplantate, die nicht mehr entfernt werden müssen, ermöglichen eine stabile, schonende chirurgische Korrektur.
Nicht nur am Vorfuß auch am Mittel- und Rückfuß erlauben neue orthopädisch- chirurgische Methoden eine Schmerzbefreiung. Für zerstörte Sprunggelenke blieb außer dem orthopädischen Schuh nur die Gelenkversteifung die Methode der Wahl. Die Gelenkspiegelung erlaubt nunmehr eine Knorpeltherapie, funktionierende Gelenksprothesen stehen nunmehr auch für das obere Sprunggelenk zur Verfügung.
Dasselbe gilt für manche Formen des Knickplattfußes. Im Frühstadium kann durch Knochen- und Weichteilkorrektur eine gute funktionelle Verbesserung erzielt werden. Wie bei vielen Krankheiten ist die rechtzeitige Diagnose oft entscheidend für die funktionelle Wiederherstellung.